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Was autofreie Orte ausmacht

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Autofreie Ferienorte sind mit nichts zu vergleichen. Denn wenn Autos fehlen, wird alles andere völlig anders: Die Architektur, die Düfte, die Bewegungsfreiheit, der Sound, der Rhythmus, die Natur, das Licht, der Himmel und die Kommunikation unter den Menschen.

Von diesen Orten gibt es in Europa nur gerade ca. 100. Die meisten sind Inseln, einige wenige sind Bergdörfer (nur in der Schweiz und in Frankreich), vereinzelt Küstendörfer.

Autofreie Ferienorte zeichnen sich durch wunderbare Features aus:

Architektur Es braucht in autofreien Orten keine Garagen, keine Carports und keine Einfahrten in Tiefgaragen. Es steht mehr Raum für andere Dinge zur Verfügung, drinnen und draussen. Raum, der direkt für die Menschen – und nicht für ihre Autos – genutzt werden kann. Fazit: In autofreien Orten ist die Architektur für die Menschen da.

Aussicht Kein Auto versperrt die Aussicht im Strassencafe. Nie schweift der Blick über trostlose Parkplatzwüsten. Ortskerne sind nicht mit Autos vollgestellt. Hauspläzte auch nicht. Keine farbigen Punkte brausen durch unberührte Landschaften. Fazit: Autofreie Orte sind eine Augenweide.

Bewegungsfreiheit Wo keine Autos fahren oder rumstehen, wird die Bewegungsfreiheit für die Menschen viel viel grösser. In autofreien Orten gehört die Strasse Dir und mir. Man braucht weder vorne noch hinten noch sonstwo auf fahrende oder stehende Autos zu achten. Sowohl im Zentrum des Ortes wie auch ausserhalb. Spazieren, flanieren, herumtollen, wandern, joggen, radeln – das ist hier der Lauf der Dinge. Fazit: In autofreien Orten ist die persönliche Bewegungsfreiheit grösser.

Licht Die Beleuchtung von Siedlungen aller Art ist weitgehend auf den Autoverkehr ausgelegt. Je grösser der Ort, desto mehr künstliches Licht muss her. In autofreien Orten kann man auf die ganze Lightshow für die Abwicklung des Privatverkehrs verzichten. Sie werden dezent für die Fussgänger beleuchtet. Hier darf die Nacht noch Nacht sein. Fazit: In autofreien Orten sind nachts (fast) nur die Sterne hell.

Luft Autofreie Orte sind eigentliche Luftkurorte. Selbst in den Zentren von grösseren Destinationen wie Zermatt oder Juist ist die Luft frei von Autoabgasen. Man riecht den Ort, die Natur, die Restaurantküchen, das Meer, die Berge – aber keine Abgase. Fazit: In autofreien Orten riecht es besser.

Natur Wo es keine Parkplätze, Carports und doppelspurige Strassen braucht, hat es mehr Platz für die Natur. Oder die Aussicht auf dieselbe. Es stehen keine Autos vor dem Strassen- oder Strandcafé herum. Nirgends trüben vollgestellte Parkplätze das Landschaftsbild. Fazit: In autofreien Orten sitzt die Natur in der ersten Reihe.

Ökologie Ob autofreie Ferien wirklich ökologisch sind, hängt auch von der Art Ihrer Anreise ab. Wenn Sie mit dem Privatjet und dem Helikopter anreisen, ist das weniger ökologisch, als wenn Sie von Anfang an den ÖV benutzen. Da Sie im Normalfall zumindest den letzten Abschnitt Ihrer Reise sowieso mit einer Fähre oder einer Seilbahn oder einem Zug zurücklegen müssen, macht die komplette Anreise per ÖV sicher Sinn. Die CO2-Werte deiner Reise kannst du hier berechnen.

Rhythmus Man kommt gar nicht erst in Versuchung, mal schnell ins Auto zu steigen. Zum Apéro spaziert man, zum Einkaufen auch. Alle machen das so. Das Tempo liegt tief, die Hektik des Alltags ist weg. Fazit: In autofreien Orten geben die Menschen den Rhythmus vor, nicht die Autos.

Sound Wo Autos fehlen, fehlt auch ihr Lärm. Selbst in abgelegenen Gebieten erzeugen relativ wenige Autos einen weitherum hörbaren Soundteppich. Kommt dazu: Wo Autos sind, sind andere Lärmquellen meistens nicht weit: Flugplätze, Fabriken, Landwirtschaft etc. Fazit: In autofreien Orten tönt der Alltag einfach besser.

Stadtmobiliar Wo Autos fehlen, fehlt auch ein Grossteil des für den Autoverkehr notwendigen „Stadtmobiliars“. Keine Strassenschilder, keine Trottoirs, keine vollgestellten und keine leeren Parkplätze, keine mit Verkehrssignalen bemalten Strassen, keine Poller, keine Parkuhren – alles unnötig, alles nicht da. Fazit: In autofreien Orten besteht das Stadtmobiliar aus Strassencafés, Sitzbänken und Blumenbeeten.

Zeit Die Uhren bleiben nicht gerade still, aber fast. Die Entschleunigung in autofreien Orten ändert an der Zeit, genauer am Ferienzeitbudget, eine ganze Menge. Zu Ihren Gunsten.

Fazit über alles: Alles andere ist alles andere.

All diese Aspekte machen auofreie Orte zu aussergewöhnlichen und magischen Orten. Durch das Wegfallen eines einzigen Dings wird eine ganze Pallette von Lebensqualitäten massiv aufgewertet. Nirgends sonst ist das in diesem Sinn möglich und erlebbar, als in den nur gerade ca. 100 autofreien Destinationen Europas.

Autofreie Feriendestinationen dürften zum Rarsten gehören, was die der Tourismus zu bieten hat. Es hat so viele, wie es hat. Punkt.

Und man kann dieses Erlebnis in den verschiedensten Ausprägungen haben. Von der wildromatischen schottischen Hebrideninsel mit einem Hotel und drei Bed and Breakfasts über die dynamische Alpencity Zermatt bis zur Grossstadt Venedig. Man kann von extrem ruhig und abgeschieden bis zu very hipp und trendy alles haben. Ausser Autos.

Wir wünschen Ihnen schöne Ferien. Empfehlen Sie uns weiter.

AutofreieOrte.com

Christian Röthlisberger, Chef vom Ganzen

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